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Massendemonstrationen im japanisch-chinesischen Inselstreit

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Massendemonstrationen im japanisch-chinesischen Inselstreit

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In China haben Zehntausende an anti-japanischen Demonstrationen teilgenommen. In Peking versammelten sich mehrere tausend Menschen vor der japanischen Botschaft, um gegen den Kauf einer umstrittenen Inselgruppe im Ostchinesischen Meer durch die japanische Regierung zu protestieren.

Besucher des Pekinger Silk Street Markts wurden informiert, dass keine Erzeugnisse aus Japan verkauft werden. Einen Tag, nachdem einige japanische Großkonzerne Fabriken in China vorübergehend schlossen, ist auch in vielen Städten mit einem Boykott japanischer Produkte begonnen worden.

Die unbewohnten Felseninseln, die in China Diaoyu und in Japan Senkaku heißen, werden seit Jahrzehnten von beiden Ländern beansprucht. Die Inselgruppe liegt in einem rohstoffreichen Seegebiet mit reichen Fischgründen. Laut der japanischen Küstenwache sind dort am Dienstagmorgen mehrere chinesische Schiffe gesichtet worden.

Bei einer Demonstration in Tokio beanspruchten die Teilnehmer die Inseln für Japan und warfen China aggressives Verhalten vor.