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EU will Handelsdefizit mit China abbauen

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EU will Handelsdefizit mit China abbauen

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Es ist lange her, dass Produkte aus China ausschließlich in darauf spezialisierten Läden erhältlich waren. Heute gibt es sie fast überall. Europa importiert weit mehr Waren aus China, als es dorthin verkauft. Das Handelsdefizit ist riesig. Die bilateralen Beziehungen stehen im Mittelpunkt des EU-China-Gipfeltreffens, das an diesem Donnerstag beginnt. “Für eine Vertiefung der Beziehungen zwischen der EU und China steht auch der größere Austausch von Studenten”, so unsere Korrespondentin Isabel Marques da Silva. “Allein in Belgien studieren 2 300 junge Menschen aus China und viele junge Europäer wollen in China arbeiten.” In einer Schule für Management in Antwerpen gibt es seit Anfang September einen Studiengang für chinesisch-europäischen Handel, an dem sich 16 junge Leute aus sieben Ländern beteiligen. Auch sind Workshops in Shanghai geplant. “Zuvor habe ich zwei Jahre lang Chinesisch unterrichtet”, berichtet eine Studentin. “Weil der kulturelle Hintergrund unterschiedlich ist, gab es viele Missverständnisse. Wir müssen uns anpassen.” “MacDonalds beispielsweise verkauft in Indien kein Fleisch, in Europa aber ja”, sagt ein Student. “Auf solche kulturelle Unterschiede muss man achten, wenn man seine Geschäfte auf andere Märkte ausdehnt.” Nach den Worten des Leiters des Lehrgangs, Haiyan Zhang, setzt China in seinem Entwicklungsprogramm neue Akzente: “Früher ging es China nur um den Export und um seine Außenwirtschaft. Heute bemüht man sich um eine nachhaltige Entwicklung sowie um Stadtentwicklung. Auf diesem Gebiet arbeitet China mit Europa zusammen.” Doch noch gibt es Protektionismus, auch fehlt Vertrauen, wie es der Streit um chinesische Solarmodule zeigt. Auch darum wird es beim EU-China-Gipfeltreffen gehen.