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Exklusiv-Interview: Barroso stellt sich hinter Euro

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Exklusiv-Interview: Barroso stellt sich hinter Euro

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EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat im Exklusiv-Interview mit Euronews Probleme mit dem Euro eingeräumt, sich aber erneut hinter die Einheitswährung gestellt.

In einer Spezialausabe von Italk beantwortete er live Fragen von Zuschauern, wie etwa von Guiseppe aus Brüssel. “Präsident Barroso, 22 Prozent der jungen EU-Bürger sind arbeitslos. In Griechenland und Spanien liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei über 50 Prozent. Die Kommission hat positive Schritte eingeleitet, um an Praktika und Jugendgarantien zu arbeiten. Aber trotzdem war der Fokus zu wenig auf unsichere Arbeitsplätze gerichtet. Was will die EU machen, um sicherzustellen, dass junge Bürger gute und stabile Arbeit finden? Wird sich die EU in Zeiten von Sparpolitik für Arbeitsplätze und soziale Rechte der jungen Bürger einsetzen?”

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso:
“Das ist eine unserer Prioritäten – im besonderen das Problem der Arbeitsplätze, und im speziellen die Jugendarbeitslosigkeit. Der beste Weg für nachhaltige Arbeitsplätze ist, das Wachstum anzukurbeln. Wachstum kommt mit dem Vertrauen und auch durch strukturelle Reformen, die unseren Ländern die Wettbewerbsfähigkeit ermöglichen. Deshalb ist für die Lösung der Probleme in der Eurozone Vertrauen so wichtig, denn erst dann werden wir die nötigen Investitionen haben.”

euronews: “Die Schaffung des Euro hat doch aber eine Vertrauenskrise erzeugt, die vielleicht sonst nicht so eingetreten wäre.”

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso:
“Wir stehen mit dem Euro vor spezifischen Herausforderungen, da wir institutionell nicht auf diese Situation vorbereitet waren. Aber es trifft nicht zu, dass der Euro die Krise erzeugt hat.”

David aus Edinburgh hat uns diese Frage zugeschickt: “Präsident Barroso, Sie haben von der Schaffung einer Föderation von Nationalstaaten gesprochen. Unter dem Stern der derzeitigen Wirtschaftskrise stellt sich die Frage wie erfolgreich die EU dabei sind wird, die Integration weiter voranzutreiben?”

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso:
“Ich denke, es ist wichtig, ehrlich zu unseren Bürgern zu sein. Die Zukunft Europas liegt in einer stärkeren Integration. Mehr Integration bedeutet auch mehr Demokratie. Eine Förderation ist die demokratische Lösung für diese Einheit, denn sie behält unsere Länder, aber gleichzeitig klärt es einige Regeln der Machtteilung.”

Unsere gesamte Sendung finden Sie auch hier