Eilmeldung

Eilmeldung

Gefährliche Witze über den Propheten

Sie lesen gerade:

Gefährliche Witze über den Propheten

Schriftgrösse Aa Aa

Nach nur einem Tag ist die “Charlie-Hebdo” Ausgabe mit den Mohammed-Karikaturen ausverkauft. Das Satireblatt druckt neue Exemplare, die am Freitag, am Tag des Gebets für Muslime, in die Kioske kommen sollen.

Frankreichs Regierung fürchtet eine Eskalation. Vor der Redaktion in Paris verstärkte sie die Sicherheitsvorkehrungen und am Freitag sollen Botschaften und französische Schulen in 20 Ländern geschlossen bleiben.

Frankreichs Innenminister Manuel Valls sagte: “Wir befinden uns international gesehen in einer angespannten Lage und jeder muss sich der Folgen seiner Aktionen bewusst sein. Aus diesem Grund wird die Regierung jeglichen Vorfall, der die öffentliche Ordnung gefährdet, genau überwachen.”

Der Verband der Muslime in Frankreich wirft dem Satireblatt “Charlie Hebdo” Verantwortungslosigkeit vor. Es sei sehr gefährlich derart Öl ins Feuer zu gießen.

Dalil Boubakeur, der Rektor der Pariser Moschee, versuchte zu beruhigen: “Ich rufe unsere Brüder und Schwestern, unsere Gemeinschaft dazu auf, nicht auf falsche Hirten zu hören. Uns liegen die Einheit Frankreichs, die öffentliche Ordnung, der Respekt aller Religionen sehr am Herzen, sei es die jüdische, die christliche, die islamische, die buddhistische oder eine andere Religion.”

Die “Syrische Organisation für die Freiheit” mit Sitz in Paris hat wegen “Anstachelung zum Hass” gegen “Charlie Hebdo” Anzeige erstattet.

Unser Korrespondent Giovanni Magi fasst zusammen: “Meinungsfreiheit oder Provokation? Nach der Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen wächst nicht nur in Frankreich die Angst vor neuen Gewalttaten.”