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Satireblatt druckt neue Mohammed-Karikaturen

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Satireblatt druckt neue Mohammed-Karikaturen

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Das französische Satireblatt “Charlie-Hebdo” hat mehrere Mohammed-Karikaturen veröffentlicht.

Angesichts der aufgeheizten Stimmung, wegen des anti-islamischen Films aus den USA, fürchtet Frankreichs Regierung, die neuen Karikaturen könnten Öl ins Feuer gießen. Vorsorglich wurden Botschaften und französische Schulen in 20 Ländern geschlossen.

Charb, der Chefredakteur des Blatts, pocht auf Meinungsfreiheit: “Die Zeichnungen sind nicht provokativer als sonst. Es hängt davon ab, wer sie liest.”

Dalil Boubakeur, der Rektor der Pariser Moschee, erklärte: “Es ist etwas, das über das Verständnis hinausgeht. Ich kann es nicht nachvollziehen und würde sogar sagen, dass es verantwortungslos ist.”

Die französische Polizei verstäkte die Sicherheitsmaßnahmen vor dem Redaktionsgebäude. Premierminister Jean-Marc Ayrault versuchte zu beruhigen: “Wenn die Überzeugungen von Menschen verletzt wurden, dann können sie bei einem Gericht Klage einreichen. Wir befinden uns in einem Rechtsstaat. Dieses Satireblatt wurde schon einmal verklagt. Dann stellt sich noch die Frage der aktuellen Lage. Die Leiter der Zeitung tragen Verantwortung, sie sind es, die entscheiden, ob sie etwas tun oder nicht.”

Die französischen Behörden haben unterdessen eine Demonstration gegen den anti-islamischen Film, die am kommenden Samstag stattfinden sollte, verboten. Im Internet wird zu neuen Protesten aufgerufen.