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Schmähvideo - Druck auf YouTube nimmt zu

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Schmähvideo - Druck auf YouTube nimmt zu

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Auch in Ostjerusalem haben jungen Palästinenser gegen den Film “Die Unschuld der Muslime” protestiert, zum Teil gewalttätig. Laut israelischer Polizei warfen etwa 200 Demonstranten aus dem Flüchtlingslager Schuafat Steine und Molotowcocktails in Richtung eines Checkpoints zwischen Ost- und Westjerusalem. Die Sicherheitskräfte reagierten mit Tränengas und Gummigeschossen.

Alle US-Vertretungen seien alarmiert, sagte US-Außenministerin Hillary Clinton:

“Wir unternehmen aggressive Schritte, um unsere Mitarbeiter in Botschaften und Konsulaten weltweit zu schützen. Das bedeutet, wir überprüfen die Sicherheit jedes Postens und legen zu, wenn nötig.”

Der tödliche Angriff auf das US-Konsulat in der libyschen Stadt Bengasi hat die Vereinigten Staaten überraschend getroffen. Es habe keine Geheimdienstinformationen über eine entsprechende Gefahr gegeben, sagte Clinton.

Die pakistanische Regierung hat nach den gewalttätigen Protesten gegen das Schmähvideo aus den USA den Zugang zur Internetplattform YouTube sperren lassen. YouTube habe sich geweigert, die Filmausschnitte zu entfernen, so die Begründung Islamabads.

Daraus könnte ein Präzedenzfall werden:
Auch die russische Regierung drohte mit einer Blockade, sollte der YouTube den Film dort nicht sperren. In Russland leben geschätzt etwa 20 Millionen Muslime.

Mit dpa, Reuters, AFP