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Syrische Sportler kämpfen für Veränderungen

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Syrische Sportler kämpfen für Veränderungen

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Auch die syrischen Sportler können sich dem blutigen Konflikt in ihrer Heimat nicht entziehen. Eine Athletengruppe setzt sich seit geraumer Zeit aktiv für Veränderungen ein und hat seine Ziele und Vorhaben nun auf einer Pressekonferenz in Doha vorgestellt. Die Gruppe der freien syrischen Athleten will als einzige offizielle Organisation des syrischen Sports anerkannt werden.

“Jeder, der in Syrien lebt, wird dazu gezwungen, sich so zu verhalten, wie das Regime es will. Wenn ich an Spielen im Ausland teilnehme, ist meine Familie angreifbar. Und sollte ich mich absetzen, würde meine Familie getötet werden”, sagt der Handballer Abdul Rauf Al Ameer.

Nach Angaben der Organisation seien prominente syrische Sportler wie der Basketballspieler Sameh Sorour festgenommen worden, weil dieser seine Sympathie mit den Rebellen ausgedrückt hatte.

“Wir bemühen uns um Anerkennung durch die arabischen Länder. Es ist möglich, dass wir das Thema, eine echte Alternative zu sein, auf dem nächsten Treffen der arabischen Minister für Jugend und Sport zur Sprache bringen, denn wir wollen ein Vakuum verhindern, das entstehen kann, wenn das Regime kollabiert”, meint Yasser Al Hallak, Mitglied der “Free Syrian Athletes Union”.

Die Gruppe hat bereits alternative Mannschaften in zwölf Sportarten aufgestellt, die nach Meinung der freien Athleten Syrien künftig bei Wettkämpfen im Ausland vertreten sollen.