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Bank: Streik in südafrikanischer Platinmine war nur der Anfang

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Bank: Streik in südafrikanischer Platinmine war nur der Anfang

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Höhere Löhne, vom heutigen Donnerstag an wird wieder gearbeitet – in der südafrikanischen Platingrube Marikana ist der Arbeitskampf nach sechs Wochen und mehr als 40 Toten zuende.

Bis zu 22 Prozent mehr bei der Fördergesellschaft Lonmin – das trieb die Kollegen vom weltweit größten Platinproduzenten Anglo American Platinum auf die Straße. Die Polizei reagierte mit Tränengas und Gummigeschossen.

Dipope Motogelwa, streikender Bergarbeiter in Rustenberg – hier sind 26 000 Kumpel beschäftigt:

“Wir gehen nicht zur Arbeit, bis wir bekommen, was wir fordern. Wir bleiben hier sitzen und warten auf die Antwort.”

Wie bei Anglo American Platinum liegen zur Zeit auch beim zweitgrößten Goldproduzenten des Landes, Gold Fields, Bergwerke still.

Die erfolgreichen Verhandler von Lonmín feiern – und lassen sich feiern, als Vorreiter.

“Das Ergebnis der Verhandlungen von Marikana dürfte für den ganzen Bergbau zum Maßstab werden, die Lohnkosten dürften erheblich steigen ,” erwartet die Investmentbank JP Morgan.

Nach Angaben der Streikenden kommt ein einfacher Arbeiter bisher auf rund 420 Euro Monatslohn.

Mit Reuters, dpa