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Nach Mohammed-Zeichnungen: Frankreich auf der Hut

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Nach Mohammed-Zeichnungen: Frankreich auf der Hut

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Frankreich hat nach der Veröffentlichung derber Mohammed-Karikaturen im Satire-Magazin “Charlie Hebdo” vorsorglich den Schutz seiner diplomatischen Vertretungen verstärkt, etwa in Beirut. Hier hatten am Montag Hunderttausende gegen das in den USA produzierte Mohammed-Schmähvideo demonstriert. Selbst US-Regierungssprecher Jay Carney nannte die Zeichnungen beleidigend – sie könnten möglicherweise Unruhen auslösen.

Charb, Chefredakteur von Charlie Hebdo:

“Warum sollten wir in Frankreich Mohammed nicht zeichnen dürften. Klar können wir das. Hier ist Religion sowas wie eine Philosophie, eine Idee. Also kann ich Mohammed zeichnen, genauso wie Karl Marx.”

Abdallah Zekri, Moslem-Vertreter und Präsident der Anti-Islamfeinde, Paris:

“Das ist eine Provokation. Da suchen welche Streit. Charlie Hebdo will Geld machen auf Kosten der Moslems.”

Charlie Hebdo erscheint wöchentlich. Die 75 000 Exemplare dieser Woche waren gleich ausverkauft, angeblich innerhalb von zwei Stunden. Eine zweite Auflage wurde nachgedruckt.

In Frankreich leben rund vier Millionen Moslems.

Mit dpa, AFP