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Sorgenvoller Blick nach Fernost

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Sorgenvoller Blick nach Fernost

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In den vergangenen Jahren war man in China an satte Handelsüberschüsse im Warenverkehr mit der Europäischen Union gewöhnt. Doch seit Jahresbeginn scheint sich das Blatt zu wenden. Die chinesische Industrie hat auch im September ihre Talfahrt fortgesetzt. Diese hat sich zwar verlangsamt – in China wachsen aber die Sorgen über eine Abschwächung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.

Im Jahr 2000 importierte die Europäische Union Waren für rund 75 Milliarden Euro. 2008 waren es schon 248 Milliarden Euro. Die Krise in Europa führte 2009 zu einem Minus, die Importe sanken auf 214 Milliarden. Im vergangenen Jahr stiegen die Importe auf 293 Milliarden Euro.

Im ersten Halbjahr 2012 ging das Handelsdefizit der EU um 11 Prozent zurück. Die Europäer exportierten mehr Waren nach China, während Chinas Ausfuhren in die EU zurückgingen.

In Europa hat sich die Kauflaune deutlich abgeschwächt. Die nationalen Wirtschaften der kriselnden EU-Staaten schrumpfen – in dieser Folge gehen auch Importe zurück. Das wiederum führt auch in China zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung. Außerdem steigen die Arbeitskosten und die Kosten für Rohstoffe. Was Wunder, dass man sich in China um die kriselnden Euro-Länder und deren Kauflust Sorgen macht.