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Blutige Proteste gegen Anti-Islam-Video in Pakistan

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Blutige Proteste gegen Anti-Islam-Video in Pakistan

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Bei Protesten gegen den Mohammed-Schmähfilm in Pakistan sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 160 Menschen wurden bei
Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei verletzt. Allein zwölf Tote gab es in der südlichen Hafenstadt Karachi. Hier sollen sich laut
Polizei mehr als 20.000 Menschen an den Protesten beteiligt haben.
Demonstranten hätten versucht, zum US-Konsulat zu gelangen. Die Polizei habe sie mit Tränengas und Warnschüssen aufgehalten.

Unterdessen hat sich die US-Regierung von dem Anti-Islam-Video distanziert und auf mehreren
pakistanischen TV-Sendern Werbespots schalten lassen. Darin sagen Präsident Obama und
Außenministerin Hilary Clinton, die USA respektiere alle Religionen und habe nichts mit dem Schmähfilm zu tun.

In Peshawar, im Norden des Landes, zündeten Demonstranten mehrere Kinos an und demolierten Geschäfte. Zwei Menschen wurden getötet. Um eine weitere Eskalation zu verhindern, legte die Regierung das Mobilfunknetz in mehreren Städten lahm.

Pakistans Regierung hatte kurzfristig den Freitag zum Nationalfeiertag zu Ehren des Propheten Mohammed erklärt. Der Tag solle zu friedlichen Kundgebungen gegen das Schmäh-Video genutzt werden, hieß es in der Begründung.

Der pakistanische Regierungschef Raja Pervez Ashraf verlangte unterdessen internationale
Gesetze, um Hassreden gegen den Islam zu unterbinden.