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EU gibt grünes Licht: Universal darf EMI schlucken

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EU gibt grünes Licht: Universal darf EMI schlucken

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Universal, der weltgrößte Musikkonzern, wird noch größer. Das Unternehmen darf den britischen Konkurrenten EMI übernehmen. Die EU-Kommission hat jetzt grünes Licht für den Kauf gegeben. Der ging offiziell zwar schon Ende vergangenen Jahres über die Bühne – 1,9 Milliarden Dollar zahlt Universal für die Briten – doch die europäischen Wettbewerbshüter wollten den Deal erst einmal genauer unter die Lupe nehmen. Das ist nun geschehen.

Im vergangenen Jahr strich Universal gut 22 Prozent der weltweiten Gewinne auf den Musikmarkt ein. EMI fast 20. Die nach der Übernahme einzigen verbleibenden Majors Sony Music und Warner holten zusammen 25,8 Prozent, während unabhängige Labels das restliche Drittel unter sich verteilten.

Damit das neu entstehende Musikimperium nicht zu mächtig wird, nicht zuviel Einfluss auf die Direktkunden hat und so womöglich den Wettbewerb erdrückt, erließ die EU einige Auflagen. So muss der Konzern unter anderem das EMI-Plattenlabel Parlophone sowie weitere Vermögenswerte verkaufen.

Bei Parlophone sind Künstler wie Coldplay, David Bowie, David Guetta, Pink Floyd oder Tina Turner unter Vertrag.