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Mahnmal für Stalin-Opfer bei Kiew eingeweiht

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Mahnmal für Stalin-Opfer bei Kiew eingeweiht

Mahnmal für Stalin-Opfer bei Kiew eingeweiht
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In der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist eine Gedenkstätte für Opfer des stalinistischen Geheimdienstes eingeweiht worden.
Staatspräsident Viktor Janukowitsch und sein polnischer Amtskollege Bronislaw Komorowski legten Kränze nieder.

Die Polen nennen diesen Ort das vierte Mahnmal für die Opfer von Katyn. Denn Bykowa ist einer der Orte, an denen 1940 die als “Massaker von Katyn” bekannt gewordenen Massenmorde verübt wurden. In dem Jahr töteten dort sowjetische Agenten mehr als 3.500 polnische Soldaten, Polizeiangehörige und Zivilisten.

“Das ist eine Lebenserfahrung für unsere Nationen und ein Drama für unsere Völker, die beide in einem totalitären System lebten und eine gemeinsame Vision für die Zukunft hatten”, so der ukrainische Präsident Janukowitsch.

Insgesamt wurden in der Gegend um das Mahnmal zwischen 1937 und 1940 auf Befehl der sowjetischen Führung mehr als 100.000 Menschen getötet und in Massengräbern verscharrt.

Eine Rentnerin erinnert sich noch gut an die Verschleppung ihres Vaters: “Ich war fünf als Männer in Lederuniformen kamen ihn mitnahmen. Das ist alles, von diesem Zeitpunkt an galten meine Mutter und ich als Volksfeinde.”

Lange Zeit wurden die Massenmorde der deutschen Wehrmacht zugeschrieben. Im Jahr 1990 sprach der damalige sowjetische Staatschef Michael Gorbatschow erstmals offen über die Verantwortung seines Landes.