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Shoah-Gedenkstätte in Drancy eröffnet


Frankreich

Shoah-Gedenkstätte in Drancy eröffnet

In Drancy bei Paris ist eine Holocaust-Gedenkstätte eröffnet worden. Das 2500 Quadratmeter große Shoah-Memorial liegt auf der anderen Seite der Wohnanlage, in der vor 70 Jahren tausende französischer Juden zusammengepfercht wurden. Die Gedenkstätte ist zugleich Museum und Dokumentationszentrum. Frankreichs Präsident Francois Hollande hielt die Eröffnungsrede und erklärte: “Was heute wichtig zu vermitteln ist, ist der Geist dieser Gedenkstätte. Denn er wird die Erinnerung auch in Zukunft wach halten.”

Es ist die Erinnerung an 63 000 französische Juden. Zwischen 1942 und 1944 wurden sie von Drancy in deutsche Vernichtungslager im Osten transportiert. Unter unmenschlichen Bedingungen warteten sie hier auf ihre Deportation. In dem ehemaligen Lager sind heute Sozialwohnungen untergebracht.

Zeitgleich mit der Eröffnung meldete sich die umstrittene Politikerin Marine LePen vom Front National mit einem Interview für Le Monde zu Wort. Darin forderte sie das Verbot religöser Kopfbedeckungen jeglicher Art, also auch von Kippas, wie sie gläubige Juden tragen. Präsident Francois Hollande verurteilte Le Pens Kommentare.

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