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Bürger vertreiben Milizen von Stützpunkten in Bengasi

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Bürger vertreiben Milizen von Stützpunkten in Bengasi

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Zehn Tage nach der Erstürmung des US-Konsulats im libyschen Bengasi haben hunderte wütende Bürger bewaffnete Milizen von ihren Stützpunkten verjagt. Bei den Auseinandersetzungen wurden in der Nacht mindestens vier Menschen getötet und 40 weitere verletzt. Demonstranten vertrieben auch die radikalislamische Gruppe Ansar al-Scharia, die für den Tod des amerikanischen Botschafters Chris Stevens verantwortlich gemacht wird.
Unter Rufen wie “Das Blut der Märtyrer wurde nicht umsonst vergossen” überfielen die Demonstranten eine Kaserne im Zentrum von Bengasi und setzten sie in Brand.

Hunderte Menschen stürmten zudem den Milizen-Stützpunkt Raf-Allah-al-Sahati außerhalb von Bengasi, bis die Brigade das Gebäude räumte.

Der Zorn der Bürger richtet sich vor allem dagegen, dass seit dem Sturz des Machthabers Muammar al-Gaddafi vielerorts Milizen das Sagen haben und es die Behörden versäumten, die Gruppen zu entwaffnen.