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Proteste gegen Prophetenschmähung arten in Gewalt aus

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Proteste gegen Prophetenschmähung arten in Gewalt aus

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Bei gewalttätigen Protesten gegen den Mohammed-Schmähfilm in Pakistan sind am Freitag mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen, mehr als hundert wurden bei Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei verletzt. Im ganzen Land gingen mehrere zehntausend Menschen auf die Straßen. In der Hauptstadt Islamabad gelang es der Polizei erst gegen Abend, die aufgebrachte Menge unter Kontrolle zu bringen.

“Sowohl der Film als auch die Karikaturen sind bösartig und bewusst provokant. Die Hochkommissarin hat klargemacht, warum Menschen gegen das Video und die Karikaturen demonstrieren wollen und dass es ihr Recht ist, dies friedlich zu tuen”, erklärte ein Sprecher der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte Navy Pillay.

Um die Stimmung zu beruhigen hatte die pakistanische Regierung den Freitag zum Feiertag zu Ehren des Propheten Mohammed erklärt. Zahlreiche politische und religiöse Gruppen hatten zu Protesten nach den Freitagsgebeten aufgerufen. Aus Sicherheitsgründen wurde das Mobilfunknetz zeitweise stillgelegt.