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Untreue-Vorwürfe gegen Regionalräte in Italien weiten sich aus

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Untreue-Vorwürfe gegen Regionalräte in Italien weiten sich aus

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Wieder einmal macht in Italien eine Regionalregierung mit Korruption Schlagzeilen: In Latium, der Region um Rom, ermittelt die
Staatsanwaltschaft gegen etwa ein Dutzend Regionalräte der Berlusconi-Partei wegen möglicher Untreue.
Ihre Namen wurden den Ermittlern vom ehemaligen Chef der Parteifraktion im Regionalrat von Rom,
Franco Fiorito genannt, dem seinerseits Veruntreuung öffentlicher Gelder in Höhe von 800.000 Euro vorgeworfen wird.

Auch gegen die Regierungschefin der Region, Renata Polverini, wurden Vorwürfe laut. In ihrem Umfeld habe es “irrwitzige Ausgaben” für Feste gegeben. Unter anderem soll eine Toga-Party stattgefunden haben, auf der die Männer Schweinemasken trugen und der Champagner in Strömen floss, berichtete die italienische Presse.

Während die italienische Zentralregierung in Rom eine harten Sparkurs verfolgt, scheinen die Regionen
für die ernsthafte Lage ihres Staates auf beiden Ohren taub zu sein.

Der ehemalige italienische Ministerpräsident und PDL-Chef Silvio Berlusconi zeigte sich wegen der Vorwürfe besorgt und kündigte eine
“Moralisierungskampagne” an.
Diese soll zum Ausschluss der in den Skandal verwickelten Politiker führen.