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Fiat-Krisentreffen in Rom

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Fiat-Krisentreffen in Rom

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Fiat will am Standort Italien festhalten. Dies bekräftigte Fiat-Boss Sergio Marchionne bei einem Krisentreffen mit der italienischen Regierung am Samstag in Rom. Im Gegenzug will die italienische Regierung prüfen, wie es die Exportkapazitäten des Autokonzerns fördern kann. Das Treffen war angesetzt worden, nachdem der Turiner Konzern angekündigt hatte, seinen Investitionsplan zu überarbeiten.

Für die vorgesehene Steigerung der Produktion in Italien auf 1,4 Millionen Wagen fehlen Fiat die Bedingungen. Fiat baute im vergangenen Jahr weniger als 500.000 Wagen in Italien. Die Demonstranten vor dem Amtssitz des Ministerpräsidenten fürchten um ihre Arbeitsplätze: “Wenn Marchione oder Monti uns ohne Abfindung nach Hause schicken, sind wir zur Revolution bereit. Wir haben keine Angst”, meint ein Demonstrant.

Fiat will sich strategisch auf außereuropäische Märkte ausrichten. In den brasilianischen Fiat-Werken soll die Produktion gesteigert werden. Fiat verweist darauf, dass es in Brasilien anders als in Europa mit Zuschüssen und Steuererleichterungen rechnen könne.