Eilmeldung

Eilmeldung

Nach Foltervideo in Georgien: Millardiär schlägt Kapital aus Kritik an Regierung

Sie lesen gerade:

Nach Foltervideo in Georgien: Millardiär schlägt Kapital aus Kritik an Regierung

Schriftgrösse Aa Aa

Gut eine Woche vor der Parlamentswahl in Georgien gerät Präsident Michail Saakaschwili immer mehr unter Druck. Grund ist der Skandal um Foltervideos aus einem Gefängnis in Georgien. In der Hauptstadt
Tiflis demonstrierten wieder tausende Studenten mit Besen in den Händen gegen die Misshandlungen
und machten den Präsidenten dafür verantwortlich.
Am anderen Ende der ehemaligen Sowjetrepublik im Südkaukasus konnte die Opposition um Milliardär Bidsina Iwanischwili zehntausende Regierungsgegner mobilisieren. Bei der
Großkundgebung in der Stadt Sugdidi im Westen des Landes rief der Chef der Bewegung ‘Georgischer Traum’ der Menge zu, die Tage von Saakaschwilis
“kriminellem Regime” seien gezählt.
Dem schwerreichen Geschäftsmann gehört der Fernsehsender, der das Foltervideo ausstrahlte.
Zwar feuerte Saakashwili den Innenminister und den Justizminister und ließ Gefängnisangestellte verhaften, doch das konnte die Bevölkerung nicht besänftigen. Und so könnte die Wahl am 1. Oktober nach zwei Amtszeiten das Ende der Ära Saakashwili bedeuten. Profitiern würde davon Ivanishwili.