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Belgische Lastwagenfahrer demonstrieren gegen Lohndumping

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Belgische Lastwagenfahrer demonstrieren gegen Lohndumping

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Trucker-Proteste in Belgien. Rund 500 Lastwagenfahrer haben sich an einem Bummelstreik auf fünf verschiedenen Routen Richtung Brüssel beteiligt. Die LkW-Fahrer demonstrierten gegen den verstärkten Einsatz osteuropäischer Kollegen. Diese würden durch Lohndumping das Geschäft der belgischen Kraftfahrer ruinieren.

Dieser belgische Trucker sagt, die osteuropäischen Lastwagenfahrer würden für gerade mal 50 Eurocent pro gefahrenen Kilometer unterwegs sein. Diese Löhne seien für belgische Arbeitnehmer allerdings zu niedrig. Er selbst sieht das Limit bei mindestens zwei Euro pro Kilometer.

Nach Angaben verschiedener Fernfahrergewerkschaften habe man die Protestfahrten außerhalb der Hauptverkehrszeiten gelegt, um ein Chaos auf belgischen Straßen zu verhindern. Zu Verkehrsbehinderungen soll es kaum gekommen sein.

“Durch das Lohndumping mussten in Belgien seit Januar zirka einhundert Transportunternehmen Konkurs anmelden. Das muss aufhören! Es findet ein belgischer Ausverkauf statt und das ist schlimm”, sagt ein belgischer LkW-Fahrer, der um seinen Arbeitsplatz bangt.

Fünf Gewerkschaften unterstützen den Protest ebenso wie zahlreiche Lastwagenfahrer aus den Niederlanden. Die flämischen Christdemokraten und Sozialisten kündigten an, sich für die angeschlagene belgische Transportwirtschaft politisch einsetzen zu wollen.