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Giftschlamm: Prozess gegen Aluminiumfabrik

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Giftschlamm: Prozess gegen Aluminiumfabrik

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Vor knapp zwei Jahren hat eine giftige Schlammlawine Tod und Zerstörung über Dörfer im Westen Ungarns gebracht, jetzt hat der Prozess gegen die mutmaßlichen Verantwortlichen
begonnen. Der Leiter der Aluminiumfabrik und 14 weitere Angestellte sind angeklagt.

Im Oktober 2010 zerbarst ein Auffangbecken der Fabrik und mehr als eine Million Kubikmeter Giftschlamm breitete sich in den umliegenden Dörfern aus. Zehn Menschen kamen ums Leben, etwa 150 weitere wurden verletzt.

Der giftige, bleihaltige und rote Schlamm, der zudem leicht radioaktiv ist, verseuchte umliegende Gewässer und erreichte auch die Donau.

Die Aluminiumfabrik wurde bereits dazu verurteilt umgerechnet mehr als 450 Millionen Euro an die örtlichen Umweltbehörden zu zahlen.

Die Dörfer wurden neu aufgebaut, nur ein Haus erinnert noch an die rote Giftschlammwelle.