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Ahmadinedschaft wirft dem Westen die Bedrohung mit Atomwaffen vor

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Ahmadinedschaft wirft dem Westen die Bedrohung mit Atomwaffen vor

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Bei seinem letzten Auftritt als Präsident vor der UN-Vollversammlung hat sich Mahmud Ahmadinedschad mit Angriffen auf Israel und den Westen im Vergleich zu den Vorjahren weitgehend zurückgehalten.
In seiner halbstündigen Rede beklagte er stattdessen den Zustand der Welt, die unter Arroganz, Armut und Hochrüstung leide.

“Das Wettrüsten und die Einschüchterung mit Atom- und Massenvernichtungswaffen durch die westlichen Mächte sind vorherrschend geworden.
Das Testen neuer Generationen von hochmodernen Waffen und die Ankündigung, diese zu gegebener Zeit einzusetzen, sind nun zu einer neuen Sprache der Bedrohung geworden und sollen Staaten zwingen, ein neues Zeitalter der Vorherrschaft zu akzeptieren.”

Die USA hatten vor dem Auftritt angekündigt, die Rede zu boykottieren. Auch die israelischen Vertreter blieben der Rede fern.

“Der Wille und die Ansichten der Massen haben den geringsten Einfluss auf große Entscheidungen. Vor allem die, die in der Innen- und Außenpolitik in den USA und Europa getroffen werden. Ihre Stimmen werden nicht gehört – auch wenn sie 99 Prozent der Bevölkerung stellen.”

In den vergangenen Jahren hatte Ahmadinedschad bei der Generaldebatte immer wieder den Holocaust in Frage gestellt und Verschwörungstheorien über die Terroranschläge vom 11. September 2001 verbreitet.