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EADS-Chef verteidigt Fusionspläne

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EADS-Chef verteidigt Fusionspläne

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Die angepeilte Fusion zwischen dem britischen Unternehmen BAE und dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS zum weltgrößten Rüstungsunternehmen ist von EADS-Chef Tom Enders erneut verteidigt worden.

Vor dem Wirtschaftsausschuss des Bundestages bezeichnete Enders den Zusammenschluss als einmalige Chance, einen Weltmarktführer zu schaffen:

“Wir wollen ein Unternehmen bilden, das international erfolgreich ist und für Investoren attraktiv erscheint. Es gibt aber genug Beispiele, die beweisen, das ein Unternehmen dieser Größe nicht unbedingt unter staatlicher Beteiligung zustande kommen muss.”

Denn genau die staatlichen Anteile entwickeln sich mehr und mehr zum Zankapfel zwischen Deutschland und Frankreich, fürchtet Berlin für die bislang mühsam austarierten Besitzverhältnisse doch eine künftige französische Dominanz.

Und so sieht EADS-Chef Enders die politische Einflussnahme derzeit als größtes Hindernis für eine Fusion mit BAE Systems. Sollten europäische Regierungen nämlich auch in dem neuen Rüstungskonzern mitreden dürfen, so die Sorge, könnten die Aufträge des US-Verteidigungsministeriums verloren gehen. Enders sagte deshalb vor dem Wirtschaftsausschuss mit Nachdruck: “Staatsbeteiligungen machen uns international nicht stärker, sondern schwächer.”

Der europäische Luft-, Raumfahrt- und
Rüstungskonzern EADS beschäftigt in Deutschland mehr als 49 000 Mitarbeiter. Im gesamten Konzern, der vom deutschen Anteilseigner Daimler und den Franzosen dominiert wird, sind es mehr als 133 000
Mitarbeiter.