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Proteste in Madrid: Polizei wird Brutalität vorgeworfen

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Proteste in Madrid: Polizei wird Brutalität vorgeworfen

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Nach den Ausschreitungen bei Protesten in Madrid wird der spanischen Polizei Brutalität vorgeworfen. 60 Menschen waren dabei gestern verletzt worden. Die Sicherheitskräfte waren mit Gummigeschossen und Schlagstöcken gegen die Demonstranten vorgegangen, als diese versuchten die Absperrung zum Parlamentsgebäude zu durchbrechen.

Eduardo Madina von der Sozialistischen Arbeiterpartei kritisiert das Vorgehen der Polizei:

“Die Polizei ist beim Versuch, die Demonstration unter Kontrolle zu bekommen, zu weit gegangen. Wenn man das mit der Art und Weise vergleicht, wie solche Situation gehandhabt wurden als wir an der Regierung waren, dann erkennt man klare Unterschiede.”

Innenminister Jorge Fernández Díaz sieht das natürlich anders:

“Der Versuch, das Parlament zu besetzen, während dort eine Sitzung stattfindet, kann nicht gestattet werden. Das ist ein Angriff auf die Verfassung und per Gesetz verboten. Die Polizei hat also völlig korrekt gehandelt.”

Grund für die Proteste waren neue Sparmaßnahmen, die für 2013 geplant sind. Eine Initiative hatte die Menschen deshalb dazu aufgerufen, das Parlament zu umzingeln.