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UN-Vollversammlung: Obama warnt Teheran und Damaskus

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UN-Vollversammlung: Obama warnt Teheran und Damaskus

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Zum Auftakt der 67. UN-Vollversammlung hat der amerikanische Präsident Barack Obama die Weltgemeinschaft zu mehr Toleranz aufgerufen. Die Welle der Gewalt, die zuletzt den Botschafter der USA in Libyen das Leben kostete, müsse ein Ende haben, so Obama.

In seiner dreißigminütigen Rede forderte er den Rücktritt des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, warb für Verständigung im Nahostkonflikt und richtete scharfe Worte an Irans Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad.

“So sehr die iranische Führung die Rechte des eigenen Volks beschneidet, so sehr stützt sie den syrischen Diktator in Damaskus und terroristische Vereinigungen im Ausland. Immer wieder gab es die Chance zu zeigen, dass das iranische Atomprogramm friedlich ist. Teheran hat diese verstreichen lassen und somit auch seine Verpflichtungen gegenüber den Vereinten Nationen missachtet.”

Der Emir von Katar, Scheich Hamad ben Khalifa al-Thani, stellte Syrien in den Mittelpunkt seiner Ansprache und verwarte sich gegen den Vorwurf, Katar habe Waffen an das Land geliefert.

“Wir haben alles getan, um Syrien aus dem Strudel der Tötens zu befreien, aber umsonst”, resümierte Scheich Hamad. “Der Sicherheitsrat konnte sich auf keine verbindliche Position festlegen. So ist es wohl an der Zeit, dass die Länder der arabischen Welt selbst eingreifen. Das ist unsere nationale, humanitäre, politische und militärische Pflicht.”

Am Mittwoch werden der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, sein italienischer Amtskollege Mario Monti, der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad und auch Ägyptens neuer Staatspräsident Mohammed Mursi vor der Vollversammlung sprechen.