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Volkswut auf Sparwut: 32 Verletzte in Madrid

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Volkswut auf Sparwut: 32 Verletzte in Madrid

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In Madrid sind bei heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei mindestens 32 Menschen verletzt worden. Mehr als dreitausend Spanier hatten vor dem Parlamentsgebäude gegen die Sparpolitik der Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy protestiert.

Zu der Kundgebung am Dienstag hatten verschiedene linke Gruppierungen aufgerufen. Die Demonstranten versuchten das Parlamentsgebäude zu umzingeln, um so die Abgeordneten symbolisch als Geisel zu nehmen. Die rund 1300 Sicherheitskräfte hatte das Parlamentsgebäude jedoch hermetisch abgeriegelt. Im Plenarsaal konnten die Abgeordneten ihre Sitzung ohne Störung abhalten.

Vielerorts eskalierte die Lage. Die Polizei ging mit Schlagstöcken und Gummigeschossen gegen die Menge vor. Friedliche Teilnehmer hoben beide Hände in die Höhe und riefen: “Das sind unsere Waffen.” 22 Demonstranten wurden festgenommen.

Die Veranstalter der Proteste werfen Ministerpräsident Rajoy vor, mit seinen Sparmaßnahmen die vor der Wahl im November 2011 gemachten Versprechen gebrochen und damit die Wähler getäuscht zu haben.