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Alles muss raus!

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Auf dem Höhepunkt der Eurokrise gab so manche Stimme aus dem Norden den südlichen Nachbarn Ratschläge wie “Verkauft doch eure Inseln”.

Genau dazu gehen Spanien und Griechenland jetzt über: ihre Vermögenswerte zu verkaufen. Unter den Hammer kommen sollen zum Beispiel typische Ferien-Immobilien. Ein Makler meint:“Vielleicht ist das ja eine Möglichkeit: die Wohnungen jetzt zu verkaufen. Die Banken als Eigner besitzen gleichzeitig doch auch den Schlüssel zum Lösen der Krise: sie müssen günstiger verkaufen.”

Und so gibt es, selbst in beliebten spanischen Ferienregionen, bereits Preisnachlässe von 50 bis 70 Prozent.Da im Winter die kostspielige Pflege für Golfplätze und Schwimmbäder anfällt, stehen die Banken unter Druck: sie wollen die Immobilien möglichst noch im Herbst loswerden.

Ähnlich in Griechenland: Der Staat hat ein paar Dutzend unbewohnte Inseln, deren Eigentumsverhältnisse hinreichend geklärt sind, zur Verpachtung auf 50 Jahre freigegeben. Dies ausdrücklich auch für Ausländer, so erklärt dieser Makler:“Dies ist eine der 48 Inseln, die zum Verpachten vorgesehen sind. Ein kleines Paradies, nahe bei Athen, nicht weit vom Flughafen. Nur vier Stunden bis Paris.”

Ein paar Inseln zu verpachten, bringt aber längst nicht genug Geld ins griechische Staatssäckel: hinkt die Regierung in Athen doch schwer hinter dem mit EU, IWF und EZB vereinbarten Privatisierungsprogramm hinterher.

Immerhin: den Lotteriesektor in private Hände zu geben, darauf konnte man sich in Athen nun endgültig einigen.