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In Madrid protestieren erneut Tausende Menschen gegen Sparmaßnahmen

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In Madrid protestieren erneut Tausende Menschen gegen Sparmaßnahmen

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In Spanien haben erneut Tausende Menschen gegen die Sparmaßnahmen der Regieren protestiert.

Die Veranstalter forderten deren Rücktritt und warfen dem Regierungschef Mariano Rajoy vor, mit seinen Sparmaßnahmen seine Wahl-Versprechen gebrochen und damit die Wähler getäuscht zu haben.

In der Nacht zu Mittwoch war es zu gewaltsamen Ausschreitungen in Madrid gekommen. Zahlreiche Menschen wurden verletzt.

Deshalb waren für die Demonstration am Mittwochabend zahlreiche Polizisten im Einsatz.

Das könne die Bewegung, die für eine “gerechte Demokratie” eintritt, jedoch nicht aufhalten, so einer der Organisatoren.

“Die Demokratie ist wie ein Wind, der Türen aufstößt, der Fenster öffnet – und die Polizei wird ihn nicht aufhalten.”

Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat dazu aufgerufen, nach vorne zu blicken. Er setzt große Hoffnungen in seine Landsleute.

“Man sieht sie nicht, aber sie sind da. Es ist die große Mehrheit der 47 Millionen Menschen, die in Spanien leben. Diese Mehrheit arbeitet, wenn sie kann, und gibt ihr Bestes, damit wir so bald wie möglich das große nationale Ziel erreichen, das uns alle angeht – den Ausweg aus dieser Wirtschaftskrise.”

Auf die Proteste ging Rajoy nicht direkt ein. Er wisse jedoch, sagte er, dass die Reformen eine Menge Entbehrungen mit sich brächten.

Trotzdem will er am heutigen Donnerstag bereits neue Sparmaßnahmen ankündigen.