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Mali ruft in der UNO um Hilfe

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Mali ruft in der UNO um Hilfe

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Die einheimischen Tuareg haben nichts mehr zu sagen, der Rest sei Terror: “Auspeitschungen, Amputationen, Hinrichtungen, Vergewaltigungen, Steinigungen, Plünderungen und Zerstörungen von Kulturstätten” - vor der UNO rief der Ministerpräsident des westafrikanischen Staates Mali um Hilfe:
 
 
Cheick Modibo Diarra: 
 
“Malis Regierung wünscht sich Internationale Truppen, damit Armee und Polizei in Mali ihre Aufgaben erfüllen können: Territoriale Integrität sichern, Personen und Eigentum schützen.”
 
 
Soll heißen: eine Resolution des UN-Sicherheitsrats. Die westafrikanische Gemeinschaft ECOWAS und die EU wollen helfen, aber bisher nicht mit Truppen.
 
In dem von Islamisten kontrollierten Norden des Landes seien Terroristengruppen aus verschiedenen Ländern unterwegs. Französische Diplomaten warnen vor einem “Afrikanistan” im Norden Malis, noch gefährlicher in Sachen Terror als Afghanistan oder Pakistan. Nach Medienberichten geht man in Paris von 6000 islamistischen Kämpfern aus, ausgerüstet mit modernsten Waffen aus dem libyschen Bürgerkrieg.
 
“Wir haben nichts, um diesen Jungs entgegenzutreten,“ so Ministerpräsident Diarra, “Das sind Banditen.”
 
Nach einem Putsch im März hatten Islamisten das Machtvakuum genutzt und in der nördlichen Landeshälfte die Macht an sich gerissen.
 
 
 
Mit dpa, Reuters