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Steht Israel vor einem neuen Krieg?

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Steht Israel vor einem neuen Krieg?

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In Israel wird viel über Krieg geredet. Das ist nicht weiter überraschend angesichts der Probleme mit arabischen Nachbarn rundum.
Richtig Angst macht den Israelis das Wort “Krieg” im Zusammenhang mit dem Iran, mit dessen Atomwaffenstreben. Im eigenen Land schürt Regierungschef Benjamin Netanjahu konkrete Ängste: Iran könnte schon in einem halben Jahr zum Atomwaffenangriff auf Israel bereit sein.
Natanjahu wörtlich: “Die Welt sagt Israel: ´wartete noch!´ Aber wielange sollen wir warten? Worauf? Wer es in der internationalen Gemeinschaft ablehnt, Iran mit einer roten Linie seine Grenzen klar zu machen, der hat nicht das moralische Recht, Israel die rote Ampel zu zeigen.”

Noch nie hatte ein israelischer Ministerpräsident ein so schlechtes Verhältnis zum US-Präsidenten. Jenes von Netanjahu zu Obama “angespannt” zu nennen, ist fast noch eine Untertreibung.

Kurz vor der Präsidentenwahl bekommt Netanjahu keinen Termin im Weißen Haus und auch bei der UN-Vollversammlung gibt es kein Treffen der beiden Politiker. Benjamin Netanjahu hat wiederholt von einem möglichen Alleingang gesprochen, davon, dass er der israelische Luftwaffe befehlen könnte, iranische Atomanlagen anzugreifen. Aber selbst im eigenen Kabinett bröckelt die Unterstützung. Koalitionspartner Schas-Partei will nicht mitziehen und sogar Verteidigungsminister Barak äußert Zweifel.

Derweil wird so manchem Israeli mulmig, wenn er die Gasmasken für seine Familie abholt. Laut Umfrage wollen 6 von 10 Bürgern keinen Angriff auf die iranischen Atomanlagen, ohne dass dahinter die klare Unterstützung der amerikanischen Verbündeten steht. In diesem brisanten Moment hat ein junger Israeli seiner eigene Friedensinitiative gestartet. Natürlich im Internet. “Iraner, wir lieben euch”, lautet die klare Botschaft. “Wir wollen euch nicht bombadieren.”

Dazu kommt nun noch die wohl am höchsten geachtete Stimme eines israelischen Politikers. Friedensnobelpreisträger Schimon Peres hat mit einer eigenen klaren Friedensbotschaft seine Facebook-Seite gestartet