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Ämter weg, Ehre weg - der tiefe Fall von Chinas Politstar Bo Xilai

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Ämter weg, Ehre weg - der tiefe Fall von Chinas Politstar Bo Xilai

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Chinas Führung stellt sich vom 8. November an neu auf. Beim 18. Parteitag der Kommunistischen Partei wird einer nicht dabei sein: Der einstige Politstar Bo Xilai.
 
Aus der Partei wurde das ehemalige Politbüro-Mitglied jetzt ausgeschlossen, obwohl noch kein Gerichtsurteil gefällt ist. Dem 63-jährigen wird ein ganzer Katalog von Straftaten vorgeworfen: Amtsmissbrauch, Bestechung, Affären und unangemessene sexuelle Beziehungen mit mehren Frauen. Das macht laut Parteilinie anfällig für Bestechung.
 
Der politische Beobachter Willy Lam:
 
“Viele rechnen damit, dass er für die Korruptionsvorwürfe rund 20 Jahre ins Gefängnis geht. Klar, dass die Partei diese strittige Frage vor dem Parteitag vom Tisch haben wollte.”
 
Der Bürgermeister der 33-Millionen-Metropole Chongqing im Südwesten Chinas ist seit April in Haft. Er soll auch für Straftaten in seiner Umgebung mit verantwortlich sein.
 
Sein engster Mitarbeiter Wang Lijun ist zu 15 Jahren Haft verurteilt – er hatte in einem US-Konsulat um politisches Asyl gebeten.
 
Die Todesstrafe seiner Ehefrau Gu Kailai wegen Giftmordes ist ausgesetzt – faktisch hat sie lebenslänglich.
 
Mit Reuters, AFP, dpa, AP