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Hollande stellt seinen ersten Haushalt vor - Defizit-Ziel von drei Prozent

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Hollande stellt seinen ersten Haushalt vor - Defizit-Ziel von drei Prozent

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Die französische Regierung stellt heute ihren Haushalt für 2013 vor, der massive Sparmaßnahmen und umfangreiche Kürzungen bei den Staatsausgaben vorsieht. Frankreich muss ein Haushaltsloch von mindestens 30 Milliarden Euro stopfen, um, wie versprochen, das Defizit im kommenden Jahr auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu drücken. Staatschef François Hollande hat bereits Steuerhöhungen angekündigt und will die Staatsausgaben um zehn Milliarden Euro kürzen.

Ob das ausreichen wird, um das Drei-Prozent-Ziel zu erreichen?
Christopher Bickerton vom Institut für Politische Studien in Paris sagt, das Staatsdefizit auszugleichen sei ein erster Schritt, um die Wachstumsrate in Frankreich zu erhöhen. Doch es sei auch ein Risiko. Denn eine Kürzung der Statsausgaben könne das Wachstum bremsen. Und weniger Wachstum erhöhe wiederum das Defizit.

Fançois Hollande nannte seinen ersten Haushalt
“die größte Anstrengung seit 30 Jahren” und stellt sich auf ungemütliche Tage ein.

Der Ökonom Tobias Blattner hingegen zeigt sich
zuversichtlich: “Die französische Regierung geht von einem relativ bescheidenen Wachstum für 2013
aus, und ich denke, vor diesem Hintergrund wird es gelingen, die drei Prozent im nächsten Jahr zu erreichen.”

Jeweils zehn Milliarden Euro sollen über Steuererhöhungen bei Bürgern und Unternehmen eingenommen werden, teilte die Regierung mit. Die Mittelklasse und Geringerverdiener würden aber ausgespart.
Frankreich kämpft derzeit mit einer schweren Wirtschaftskrise, die Zahl der Arbeitslosen stieg zuletzt auf mehr als drei Millionen.