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Im Showroom von Jungdesigner Christophe Guillarmé

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Im Showroom von Jungdesigner Christophe Guillarmé

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Die Pariser Modewoche ist längst nicht so schrill, wie in London. Junge Designer haben es in der französischen Hauptstadt eher schwer, im Schatten der großen Namen um Aufmerksamkeit zu buhlen. euronews-Reporter Wolfgang Spindler hat einen von ihnen besucht: Christophe Guillarmé. Der Stil des 35-jährigen Designers aus Südfrankreich ist bunt, eine Mischung aus lasziver Eleganz und dem Flair der Goldenen Zwanziger Jahre. Seit 1999 ist er im Geschäft, gerade hat er seine neue Kollektion im Off-Programm der Pariser Modewoche vorgestellt.

Auch er findet die Mode in Paris weniger schräg als in London. “Paris hat etwas Etabliertes, was sicherlich mit der Vergangenheit zusammenhängt. All die Marken sind in Paris, seit vielen Jahrzehnten. Es geht nicht so verrückt zu, wie auf einer relativ jungen Fashion Week, bei der die Leute Lust haben zu experimentieren. Die vielen große Namen, das sorgt schon für eine ernstere Stimmung. Andererseits, zum Glück sind sie da, denn schließlich ist das der Ruf der Fashion Week. Aber es hat etwas Schweres, man ist halt in Paris.”

Wie ist es denn mit der Solidarität unter den Pariser Modedesignern? “In Belgien steht man sich sehr nah, die Designer in Paris tun sich da schwerer. Es gibt mehr Konkurrenz, das ist ein bisschen wie in “Reich und schön”. Manche Designer können sich nicht ausstehen, da ist viel Drama mit im Spiel, aber so mögen wir das nun mal in der Mode.”