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Dritter Massenprotest in Portugal

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Dritter Massenprotest in Portugal

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Zum drittenmal in zwei Wochen sind zehntausende Portugiesen gegen die Sparpolitik der Mitte-Rechts-Regierung auf die Straßen gegangen. In Lissabon forderten die Demonstranten
nicht nur ein Ende der Einschnitte im hoch verschuldeten Euroland – viele wollen auch den Rücktritt von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho.

Gewerkschafter Armenio Carlos (CGTP):

“Wir kämpfen gegen die Sparpolitik, die uferlosen Einschnitte, die man dem portugiesischen Volk auferlegt und gegen die üblen Zustände, die das über das portugiesische Volk bringt.”

In Portugal herrschen Rezession und eine Rekordarbeitslosenquote von knapp 16 Prozent.

Joaquim Cruz, Demonstrant:

“Das ist das erstemal, dass ich bei sowas mitmache. Aber mir kommt so die Galle hoch, da musste ich einfach herkommen. So können wir uns bei der Regierung Gehör verschaffen.”

Die Regierung hatte eingestehen müssen – ohne zusätzliche Sparmaßnahmen sei das Haushaltsdefizit-Ziel für 2012 – 5,0 Prozent – nicht zu erreichen.

Nach ersten Sparerfolgen waren in Portugal wegen der Rezession die Steuereinnahmen weggebrochen.

Mit AP, Reuters, dpa, AFP