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Prozessauftakt im Skandal um Vatileaks

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Prozessauftakt im Skandal um Vatileaks

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Im Skandal um “Vatileaks” beginnt an diesem Samstag Morgen der Prozess gegen den früheren Kammerdiener des Papstes. Paolo Gabriele ist wegen schweren Diebstahls angeklagt. Bei ihm zu Hause wurden vertrauliche Dokumente sichergestellt. Gabriele gibt die Vorwürfe zu. Ihm drohen bis zu vier Jahre Haft. Benedikt XVI. zeigte sich schockiert.

Seit Anfang des Jahres waren immer wieder vertrauliche Informationen an die Öffentlichkeit gelangt. Viele italienische Medien spekulierten über ein großangelegtes Komplott gegen Vertraute des Papstes.

Andrea Sperta aus Rom bleibt skeptisch: “Der Vatikan ist eine Welt für sich. Ich bin mir nicht sicher, ob die Medienberichte der Wahrheit entsprechen, wenn es wirklich drauf ankommt.”

Schwester Noemi erklärt, “sicher erwartet jeder ein Urteil, das auf Grundlage von Menschlichkeit gefällt wird. Ich bin nicht Gott, ich kann nicht richten. Deshalb distanziere ich mich von der Angelegenheit. Auf dass Gottes Wille geschehe.”

Der Prozess wird von unabhängigen italienischen Richtern im Vatikanstaat abgehalten. Ein Gefängnis gibt es dort nicht. Ist das Urteil gefällt, kann der Papst seinem früheren Butler vergeben und ihn begnadigen.