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Kommission untersucht jetzt Blutbad von Marikana

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Kommission untersucht jetzt Blutbad von Marikana

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Im Bergwerk von Marikana wird nach dem langen Streik wieder gearbeitet – aber die blutigen Zwischenfälle dort sind immer noch frisch in Erinnerung.

Bei einer Kundgebung in dem südafrikanischen Ort kritisierten Frauen gestern das damalige Verhalten der Polizei. 34 Bergleute wurden im August von Polizisten erschossen, als sie das Platinbergwerk von Marikana bestreikten.

Eine Kommission untersucht seit heute im Auftrag des Staatspräsidenten, wie es zu dem Streik von Marikana und dann zu dem Blutbad kam. Im Blickpunkt stehen ebenso andere Vorfälle: So waren vor dem Massaker schon zehn Menschen getötet worden, darunter auch Polizisten und Wachleute.

Seit anderthalb Wochen arbeiten die Bergleute wieder. Mit dem Streik wollten sie ursprünglich eine Verdreifachung ihrer Löhne erreichen. Inzwischen einigten sie sich aber mit dem Bergwerksbetreiber, der Firma Lonmin, auf Erhöhungen von bis zu 22 Prozent.