Eilmeldung

Eilmeldung

Neueinsteiger will Georgiens Politik umkrempeln

Sie lesen gerade:

Neueinsteiger will Georgiens Politik umkrempeln

Schriftgrösse Aa Aa

In Georgien wird heute ein neues Parlament gewählt. Dabei will ein Neueinsteiger die Politik des Kaukasuslandes aufrütteln.

Bisher sind die Verhältnisse in Georgien klar: Die Partei von Staatspräsident Michail Saakaschwili hat im Parlament die übergroße Mehrheit – 119 der 150 Sitze.

Saakaschwili hat Georgien stark an den Westen herangeführt und macht wirtschaftliche Erfolge geltend. Seine Gegner werfen ihm aber zunehmend diktatorisches Gehabe vor, dazu den blamablen Krieg gegen Russland von 2008.

Gewinnen konnten sie bisher jedoch gegen ihn nicht: Das will nun Bidsina Iwanischwili ändern. Der milliardenschwere Unternehmer hat ein Parteienbündnis gegründet, das er den Georgischen Traum nennt. Zusammengehalten wird das Bündnis allerdings vor allem durch die Ablehnung Saakaschwilis.

Um den Präsidenten selbst geht es heute nicht direkt: Sein Amt steht erst nächstes Jahr zur Wahl, und Saakaschwili darf nicht wieder antreten. Ob er stattdessen künftig Regierungschef sein will, ist unbekannt – hängt aber natürlich auch vom heutigen Wahlergebnis ab.