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Wett- und Betrugsskandal: Handballstar Karabatic räumt beim Verhör Wette ein

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Wett- und Betrugsskandal: Handballstar Karabatic räumt beim Verhör Wette ein

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Gewettet habe er, ja, aber nicht das Spiel beeinflusst: Der französische Handballstar Nikola Karabatic ist im Wett- und Betrugsskandal um seinen Club Montpellier am Sonntagabend zusammen mit anderen Spielern in Gewahrsam genommen und verhört worden. Dabei gab er zu, auf ein Spiel seines Vereins um die französische Meisterschaft in der vergangenen Saison gewettet zu haben – ein Vergehen im Sport, für das ihm Sperren und 15.000 Euro Bußgeld drohen.

Den Vorwurf, dass die Mannschaft absichtlich verlor, wies er aber zurück: Dies wäre ein strafrechtliches Vergehen, das ihm Gefängnis und Geldstrafen bis zu 75.000 Euro einbringen könnte.

Der Europameister, Weltmeister, Olympiasieger und mehrmalige Handballer des Jahres, einst beim Kieler THW, und 16 weitere Verdächtige – Spieler, deren Frauen und Freundinnen – wurden über Nacht verhört. Der Betrugsverdacht war aufgekommen, da der französische Wettanbieter ungewöhnlich hohe Wetteinsätze auf das Halbzeitergebnis des Spiels verzeichnete. Die Gewinne der Wettenden werden auf fast 200.000 Euro geschätzt.

Karabatic selbst hatte an dem Spiel nicht teilgenommen. Montpellier stand zu jener Zeit schon als Meister fest, verlor aber gegen den abstiegsgefährdeten Verein Cesson-Sévigné. Laut Medienberichten fand die Polizei inzwischen heraus, dass viele Wetten damals von Freundinnen und Angehörigen der Spieler sowie dem Verein Nahestehenden abgeschlossen wurden.