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Brüssel will Banken reformieren

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Brüssel will Banken reformieren

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Großbanken sollen ihre Geschäfte in Zukunft strikt trennen. Dies empfehlen hochrangige Experten der EU. Große Geldhäuser sollten das Investmentbanking rechtlich strikt vom Kredit- und Einlagengeschäft trennen. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass Banken Verluste aus riskanten Geschäften mit dem Ersparten der Kunden ausgleichen, erläuterte der finnische Notenbank-Chef Erkki Liikanen in Brüssel. Das langjährige Universal-Bankensystem in Europa solle jedoch bestehen bleiben, fügte er hinzu. Banken könnten ihre Geschäfte in der gleichen Gruppe als Holding weiterführen. Liikanen leitete die Expertengruppe, die ihre Erkenntnisse Michel Barnier, dem für den Binnenmarkt zuständigen EU-Kommissar vorlegte. Auch sprachen sich die Fachleute dafür aus, dass die EU von den Geldhäusern verlangt, zur Absicherung von Immobiliengeschäften mehr Kapital vorzuhalten. Ob die Empfehlungen Eingang in die Gesetzgebung finden, ist offen.