Eilmeldung

Eilmeldung

Für Saudi-Arabien: Ikea-Katalog ohne die Frau von Seite 93

Sie lesen gerade:

Für Saudi-Arabien: Ikea-Katalog ohne die Frau von Seite 93

Schriftgrösse Aa Aa

Ikea bedauert. Sehr. Was da passiert sei, stehe “in Konflikt zu den Werten der Ikea-Gruppe,” sagte Sprecherin Ylva Magnusson.

Was war passiert?

Auf dem Weg nach Saudi-Arabien waren aus den Katalogen des globalen Möbelhauses aus Schweden für 2013 per Bildbearbeitungsprogramm Frauen verschwunden.

Hintergrund sind die strengen Vorschriften in dem arabischen Land für das Abbilden unbedeckter weiblicher Haut.

Nyamko Sabuni, Gleichstellungsministerin in Schweden:

“Die Frauen in Saudi-Arabien leiden unter schrecklicher Unterdrückung und alles ist willkommen, was dazu beiträgt, dem entgegenzuwirken. Ikea könnte so eine Kraft sein. Es ist sehr traurig, dass Ikea so die Situation der Frauen in Saudi Arabien vertuscht, indem es Frauen aus den Katalogen entfernt.”

Sara Altawil, eine verschleierte Frau in Schweden:

“Ich finde das dumm. Wir leben in einer Gesellschaft von Männern und Frauen, und man kann nicht einfach eine Seite entfernen. Es ist sehr dumm. Ich bin Araberin und Muslim, aber es gibt Frauen in der Gemeinschaft, sie sollten nicht einfach ausgeschlossen werden.”

Um Agitation zu vermeiden, hatte der Möbelriese in der Vorwoche von der russischen Webseite ein Foto im Stil der gerichtlich verfolgten Polit-Punkband Pussy Riot gelöscht.

Vom Ikea-Katalog werden gut 200 Millionen Exemplare gedruckt und in 43 Länder ausgeliefert.

Mit dpa