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Nach Wahl in Georgien sehen sich beide Seiten als Sieger

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Nach Wahl in Georgien sehen sich beide Seiten als Sieger

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Die Opposition in Georgien feiert sich schon selbst: Bei der Parlamentswahl hat sie offenbar einen großen Erfolg errungen – wie groß, ist aber noch unbekannt.
 
Den Nachwahlbefragungen zufolge hat das Parteienbündnis Goldener Traum des milliardenschweren Unternehmers Bidsina Iwanischwili jedenfalls knapp die Mehrheit der Stimmen gewonnen.
 
Die Regierungspartei in Georgien sieht sich allerdings ebenso als Sieger der Wahl wie die Opposition. Der Grund: Knapp die Hälfte der Parlamentssitze geht nicht an Parteilisten, sondern an Direktkandidaten; hier ist völlig offen, wie die Wahl ausgeht.
 
Die Anhänger von Staatspräsident Michail Saakaschwili sind aber zuversichtlich, dass ihre Bewerber in den einzelnen Wahlkreisen die meisten Direktmandate gewinnen werden. Damit wäre nach ihrer Ansicht ein möglicher Vorteil der Opposition bei der reinen Stimmenanzahl wieder mehr als wettgemacht.
 
Um Saakaschwili selbst geht es allerdings bei dieser Parlamentswahl nicht direkt. Das Amt des Staatsoberhaupts steht erst wieder nächstes Jahr zur Wahl; er selbst darf dann nicht wieder antreten. Möglich wäre aber, dass der immer noch sehr junge Politiker dann Regierungschef werden will – zumal das Amt in Zukunft wesentlich mehr Macht mit sich bringen wird.