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Krisenopfer Spanien: Rettungspaket, ja oder nein?

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Krisenopfer Spanien: Rettungspaket, ja oder nein?

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Der spanische Arbeitsmarkt bleibt ein Sorgenkind. Im September stieg die Zahl der Erwerbslosen im Vergleich zum Vormonat um fast 80.000 und damit weit stärker als erwartet. Insgesamt sind rund 4,7 Millionen Menschen in Spanien arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig bleibt die Frage, ob Spanien ein Rettungspaket der EU beantragen wird. Die Meinungen sind geteilt. “Es wäre ein Kredit und er müsste zurückgezahlt werden.”, meint ein arbeitsloser Mann. “Es wäre besser, nicht darum anzusuchen, aber wenn es sein muss, haben wir keine andere Wahl.” Eine ebenfalls arbeitslose Frau zeigt sich ratlos: “Die Situation ist wirklich heikel, die Krise ist gewaltig. Die Spanier und die Menschen in anderen Regionen brauchen Geld. Die Lage ist wirklich sehr, sehr schlimm.”

Auch in der spanischen Presse wird bereits über ein mögliches Rettungspaket der EU spekuliert. Denn das Land befindet sich im Teufelskreis aus Rezession und notwendigen Sparmaßnahmen. Zudem schätzt die US-Ratingagentur Moody’s, dass der Kapitalbedarf des spanischen Bankensektors sich sogar verdoppeln könnte. Laut Moody’s brauchen Spaniens Geldhäuser bis zu 105 Milliarden Euro um Verluste auszugleichen und ihre Eigenkapitalquote dennoch über den im Jahr 2011 gesetzlich festgelegten Grenzen zu halten.