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Massiver Korallenschwund am Great Barrier Reef

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Massiver Korallenschwund am Great Barrier Reef

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Dem größten Korallenriff der Welt gehen rasant die Korallen aus. Zu diesem Schluss kommen Forscher in einer neuen Untersuchung in den “Proceedings” der amerikanischen Akademie der Wissenschaften (“PNAS”).

Demnach ist der Korallenbewuchs im Great Barrier Reef vor der ostaustralischen Küste seit Mitte der achtziger Jahre um die Hälfte geschrumpft.

Unter den gleichen Verhältnissen gehe das auch so weiter, warnt John Gunn, der Chef des australischen
Meereskundeinstituts: Dann schrumpfe die Korallendecke in den nächsten zehn Jahren noch einmal um die Hälfte.

Am Korallenschwund sind nur zum kleinen Teil Meereserwärmung und saureres Wasser schuld; sie verursachen zehn Prozent der Verluste. Viel stärker setzen dem Riff Wirbelstürme (48 Prozent) und Plagen von großen Seesternen zu, den sogenannten Dornenkronen (42 Prozent).

Umweltschützer warnen trotzdem auch vor immer noch mehr Schiffsverkehr, der vor allem die Kohle aus Australiens Osten zu den Kunden weltweit bringen soll. Kohle gehört zu den wichtigsten Ausführgütern des Landes.

Das weit über zweitausend Kilometer lange Great Barrier Reef ist seit 1981 Weltnaturerbe. Es besteht
aus knapp dreitausend Einzelriffen und vielen Inseln. Um die Pracht unter Wasser zu bewundern, kommen jedes Jahr mehr als zwei Millionen
Urlauber.