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Neuer Politikskandal in Italien weitet sich aus

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Neuer Politikskandal in Italien weitet sich aus

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In Italien weitet sich ein neuer Politikskandal aus: Ein Regionalpolitiker wurde jetzt sogar festgenommen.

Franco Fiorito war in der Provinz Latium, der Gegend
um Rom, Fraktionschef der PdL, der Partei von Silvio Berlusconi. Den Ermittlungen zufolge soll er weit über eine Million Euro an Fraktionsgeldern veruntreut haben – letztlich also Gelder aus staatlichen Zuschüssen. Fiorito sieht sich mit den Ausgaben aber im Recht.

Gegen andere Abgeordnete im Latium wird ebenso wegen ihres Umgangs mit Geld ermittelt, dazu auch
gegen Politiker in anderen Provinzen. Im Latium trat letzte Woche sogar die Regierungschefin
zurück, auch wenn sie selbst von dem Skandal nicht erfasst worden ist. Das Provinzparlament ist inzwischen aufgelöst, Neuwahlen stehen bevor.

Dabei hat an sich die Krise Italien und die Italiener fest im Griff – um so stärker ist der Kontrast zu Politikern, die fremdes Geld mit vollen Händen ausgeben. Ein anschauliches Beispiel sind Bilder, die Politiker – ebenfalls im Latium – bei einer Kostümparty zeigen, in römische Togas gehüllt, mit Schweinemasken und sich ganz prächtig amüsierend. Der gastgebende Politiker gibt aber an, er habe die Sause aus eigener Tasche bezahlt.