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24-Stunden-Streik bei der belgischen Bahn

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24-Stunden-Streik bei der belgischen Bahn

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Seit Dienstagabend protestieren die belgischen Eisenbahner mit einem 24-stündigen Streik gegen die Umstrukturierungspläne beim staatlichen Bahnkonzern. Passagier- und Güterverkehr sind lahmgelegt. Die Regierung will Zugbetrieb und Schienennetzbetrieb künftig in zwei Unternehmen aufspalten – die Gewerkschaften wollen ein einziges Unternehmen.

“In Brüssel ist der Streik ein Erfolg”, bilanziert ein Gewerkschafter, “80 bis 90 Prozent der Beschäftigten arbeiten nicht, auch die Stewards – es wird also kein einziger Zug in Brüssel fahren.”

Den Fahrgästen wurde der Umstieg auf Fahrgemeinschaften, Kollektivtaxis und Telearbeit empfohlen. “Ich habe vor einer Woche vom Streik gehört, ich arbeite bei einer kleinen Non-Profit-Organisation. Heute bin ich extra früh losgegangen, um pünktlich nach Brüssel zu kommen, den Schlaf hole ich nachher im Büro nach, das haben wir so ausgemacht. Jedem sein Recht!” erzählt ein Pendler.

Auch die Schnellzüge aus dem Ausland – ICE, Thalys und Eurostar – fahren nicht auf belgischem Gebiet. Die Deutsche Bahn setzt auf der Verbindung Köln-Brüssel ab Aachen Ersatzbusse ein.