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Georgiens Kontrahenten zur Zusammenarbeit verurteilt

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Georgiens Kontrahenten zur Zusammenarbeit verurteilt

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Auch wenn Staatspräsident Saakaschwili die Niederlage seiner Partei eingestanden hat und alles auf einen ruhigen Machtwechsel deutet, raten Experten zur Vorsicht. Erst mit der Neuwahl des Präsidenten im kommenden Jahr erhält der Regierungschef größere Vollmachten: “Es ist möglich, dass es noch zu Unruhen kommt, wenn sich beide Seiten nicht darauf einigen können, was im kommenden Jahr passiert. Iwanischwili hat den Rücktritt Saakaschwilis gefordert und Saakaschwili ist nicht zum Rücktritt bereit. Es könnte also zu Instabilität kommen, wenn sich die beiden nicht einigen”, warnt Lawrence Sheets, Projektleiter Kaukasus der International Crisis Group.

Die Menschen in der Hauptstadt Tiflis sehen es positiv, dass es künftig zwei starke politische Gruppierungen in Georgien geben wird: “Der Präsident hat hat keine andere Option. Deshalb hat er so gehandelt. Sonst würde er an der Macht kleben, glaube ich”, findet Lali Vardosanidse. “Es sollte zwei große Gruppen in Georgien geben, nicht nur eine, die das Land regiert. Dann gibt es mehr Kontrolle – und das ist gut für Georgien”, glaubt Georgi Ubira.

Seit dem Ende der Sowjetunion ist es der erste friedliche Regierungswechsel in der Kaukasusrepublik.