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Georgiens Wahlsieger und seine ersten Pläne

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Georgiens Wahlsieger und seine ersten Pläne

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Der Machtwechsel in Georgien ist gelungen: Das Parteienbündnis von Bidsina Iwanischwili hat die Parlamentswahl klar gewonnen. Für die Partei von Staatspräsident Michail Saakaschwili bleibt nur der Rückzug in die Opposition.

Der milliardenschwere Unternehmer Iwanischwili wird nun Georgiens neuer Regierungschef.
Besonders wichtig, sagt der Wahlsieger im Gespräch
mit Euronews, sei ihm die weitere Annäherung an die Europäische Union und an die NATO.

Was die Wirtschaft angeht, so sieht Iwanischwili seine Landsleute nicht in der Lage, auf Märkten in Europa oder den USA zu bestehen. Zuerst einmal wäre es gut für sie, meint er, wieder auf den russischen Markt zurückzukehren, mit dem sie weitaus besser vertraut seien. Wegen der Feindseligkeiten zwischen beiden Ländern lässt Russland seit Jahren keine georgischen Erzeugnisse ins Land – wie den einstigen Exportschlager georgischer Wein.

Als Hauptproblem sieht Iwanischwili in dem Gespräch aber, dass in Georgien gar nicht nennenswert produziert werde. Die Märkte seien das eine – man müsse aber überhaupt erst einmal etwas herstellen.

Der neue Regierungschef muss nun auch noch ein Jahr lang mit Saakaschwili zusammenarbeiten: Das Staatsoberhaupt stand nicht zur Wahl, Iwanischwili muss das Land also noch ein Jahr lang zusammen mit seinem politischen Gegner führen. Im Überschwang hatte er schon Saakaschwilis Rücktritt verlangt, verspricht nun aber ein “korrektes Arbeitsverhältnis”.