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Iranische Exilopposition kritisiert EU

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Iranische Exilopposition kritisiert EU

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Die iranische Exil-Opposition wirft der Europäischen Union vor, das Regime in Teheran mit Nachsicht zu behandeln. Der Iran sei mit dem syrischen Regime verbündet, sagte Maryam Radjavi, Präsidentin des iranischen Nationalen Widerstandsrates bei einem Besuch im Europaparlament. Radjavi lebt im französischen Exil. “Die Mudschaheddin haben ihre militärischen Aktionen 2001 eingestellt”, sagte Radjavi auf die Frage von Euronews, ob diese wieder zu den Waffen greifen wollten. Iranische Mudschaheddin – bewaffnete Kämpfer – wurden einst von dem irakischen Diktator Saddam Hussein gegen das Regime in Teheran eingesetzt. Hunderte von ihnen leben bis heute im Camp Ashraf im Irak, einem Erbe der Diktatur. Viele wurden in ein neues Flüchtlingslager, ins Camp Liberty gebracht. Die Zukunft dieser Menschen hänge von den Staaten Europas, den USA und dem UN-Flüchtlingshilfswerk ab, sagte Radjavi. Stimmten diese sich untereinander ab, könnten die Campbewohner auf mehrere europäische Länder verteilt werden. Die irakische Regierung will die Volksmudschaheddin und ihre Angehörigen los werden. Ob die Menschen in Europa aufgenommen werden, ist unklar. Bis 2009 standen die Mudschaheddin in der Europäischen Union auf der Liste der Terrororganisationen.