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Machtwechsel in Georgien

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Machtwechsel in Georgien

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Nach den hart umkämpften Wahlen in Georgien hat der amtierende Präsident Michail Saakaschwili die Niederlage seiner Partei eingeräumt. In einer Fernsehansprache kündigte er an, die von ihm geführte Vereinte Nationale Bewegung gehe in die Opposition. Der Gewinner der Wahl, der Milliardär Bidsina Iwanischwili, sprach von künftiger Zusammenarbeit.

Eine Passantin in Tiflis sagte: “Ich bin Präsident Saakaschwili dankbar, denn er ist mit seiner Niederlage gut umgegangen. Das geht nur in demokratischen Ländern. In Demokratien wird die Führung nicht durch Kriege oder Blutvergießen gewechselt.”

Iwanischwili will nach seinem Wahlsieg die Beziehung mit Russland normalisieren. Sein Vorgänger hatte vor vier Jahren einen Fünftage-Krieg gegen Russland verloren. Auf einer Pressekonferenz sagte Iwanischwili nun ein paar Worte auf Russisch: “Ich habe einen starken Akzent wenn ich Russisch spreche und mache leider viele Fehler. Wir tragen eine gewisse Verantwortung und müssen uns aus diesem Grund, um die Beziehungen zu unserem größten Nachbarn bemühen. Ich verstehe das Problem und mir ist klar, dass es nicht einfach wird.”

Auch Russland schloss einen Neustart im zerrütteten Verhältnis mit Georgien nicht aus.

Saakaschwilis Anhänger sehen Iwanischwili als Handlanger der russischen Regierung – ein Vorwurf, den der 56-Jährige zurückweist.