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Mike Tyson in Neuseeland unerwünscht

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Mike Tyson in Neuseeland unerwünscht

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Ex-Boxer Mike Tyson darf nun doch nicht bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung in Neuseeland auftreten. Die neuseeländische Immigrationsministerin Kate Wilkinson zog die Einreisegenehmigung wegen seiner Verurteilung nach einer Vergewaltigung zurück. Grund für die Kehrtwende: Die Stiftung, die von der Veranstaltung profitieren sollte, der Life Education Trust, hatte sich gegen Tysons Auftritt ausgesprochen.

Die Ministerin verweist auf einen ersten Brief der Stiftung mit Briefkopf und Unterschrift, der Tysons Auftritt unterstützte, und aufgrunddessen sie zunächst die Einreise genehmigt hatte. Sie habe keinen Grund gehabt, zu zweifeln.

Die Stiftung spricht von einem versehentlichen Schreiben, man sei immer gegen Tyson gewesen.

Auch Premierminister John Key war gegen den Auftritt und stellt sich hinter die Entscheidung der Ministerin. Nach geltendem Recht hätte sie die Einreise eines verurteilten Straftäters von vornherein ablehnen können. Tyson war in den neunziger Jahren wegen Vergewaltigung zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Nicht nur in Neuseeland, auch in Australien ist aus demselben Grund fraglich, ob Tyson bei der Wohltätigkeitstournee auftreten kann. Die Ticketagentur will dennoch weiter Karten verkaufen und diese notfalls zurückerstatten. Sie hofft, dass die Regierungen doch noch einmal umschwenken.